Ludwig Fellner

* 3. Juli 1917 in Weissenburg

† 16. Mai 2006 in Neustadt an der Weinstraße

 

Der Maler Ludwig Fellner wurde 1917 in Dettenheim bei Weißenburg auf dem Bauernhof seiner Großeltern geboren. Die Familie wohnte in Heidelberg, so dass er dort seine Kindheit und Jugend verbrachte. Bereits in der Schule fiel sein Talent zum Malen und Zeichnen auf. Es folgte der Besuch der höheren Handelsschule.

 

Die Eltern besaßen ein Schuhgeschäft in der Heidelberger Innenstadt und hatten die Vorstellung, dass der älteste Sohn dieses fortführen würde. Es zeichnete sich aber früh ab, dass ihr Sohn andere Vorstellungen hatte. Erste berufliche Orientierung mit dem Ziel, in fernen Ländern in der Landwirtschaft zu arbeiten, wurde durch den Krieg unterbrochen.

 

Als Zwanzigjähriger erfolgte der Einzug in den Reichsarbeitsdienst und zum Militär. Als junger Soldat hatte er dann in Stavanger die Gelegenheit, eine Ausstellung norwegischer Künstler zu besuchen. Er war sehr beeindruckt und beschloss, selbst Maler zu werden. Ab diesem Zeitpunkt entwickelte sich eine unstillbare Leidenschaft zu malen, zunächst noch ohne Ausbildung. Bereits in dieser Phase entstanden Bilder von großer Intensität.

 

Es folgten Studien an Kunstakademien, z.B. an der Freien Akademie in Mannheim, an der Landeskunstschule Hamburg als Schüler von Ivo Hauptmann und an der Internationalen Sommerakademie in Salzburg als Schüler von Kokoschka und Mascherini

 

Ludwig Fellner etablierte sich insbesondere als Landschaftsmaler. Er arbeitete zunächst in seinem Atelier in Heidelberg und auf zahlreichen Reisen durch ganz Europa.


1962 erfolgte der Umzug nach Neustadt an der Weinstraße. Dort eröffnete er das "Weinstraßenatelier Ludwig Fellner" im Ortsteil Königsbach. Es entstanden farbenprächtige Aquarelle und Fellner wurde zu einem der bekanntesten Maler dieser Region. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u.a. 2002 den Kulturpreis der Stadt Neustadt an der Weinstraße. Seine Bilder wurden im In- und Ausland ausgestellt und befinden sich in vielen privaten und öffentlichen Sammlungen.

 

„Unnachahmlich leicht und schnell fließen seine Farben zusammen zu Impressionen aus Licht, Architektur und Natur.“ Gustav-Adolf Bähr

 

Vita Ludwig Fellner
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© Ulrike Fellner