Aktuell

Das Weinstrassenatelier ist das malerisch am Ortsrand von Königsbach gelegene ehemalige Wohnhaus des in der Pfalz bekannten Malers Ludwig Fellner.


Seit 2008 wird es als kleines Museum mit wechselnden Ausstellungen von April bis Oktober am Wochenende geöffnet. Seit Herbst 2014 betreibt eine ehrenamtliche Gruppe von Freunden des Weinstrassenateliers ein kleines Café. Unter der Devise "Kunst Kaffee Kuchen" können die Gäste nun das Ambiente des Hauses und den Blick in die Rheinebene genießen. Das Atelier ist für die Kunstfreunde und alle interessierten und durstigen Wanderer geöffnet. Bei strahlendem Sonnenschein werden auf der Terrasse Milchkaffees und Holunderblütenschorle getrunken...

 

Öffnungszeiten: April bis Oktober, samstags und sonntags 14.00 bis 18.00 Uhr

Wir stellen unser Angebot im Jahr 2018 unter das Motto: Weinstrassenatelier: Ein Jahrzehnt Kultur vor Ort“.

 

Nach dem Tod des Malers und der Renovierung des Hauses wurde das Weinstrassenatelier im Jahr 2008 als Galerie und Museum eröffnet. Daher blicken wir im Jahr 2018 auf ein Jahrzehnt von Kulturveranstaltungen im Haus zurück.

 

In diesem Jahr bieten wir Ihnen zwei Ausstellungen, sieben Konzerte und Lesungen.

 

Ludwig Fellner: 101

Ausstellung 1.4. – 3.6.2018 und 1.10. – 28.10.2018

Der Maler Ludwig Fellner ist 1917 geborenen, sodaß er in diesem Jahr 101 Jahre alt geworden wäre. Nach der großen Retrospektive in 2017 zeigen wir nun wechselnde Werke des Malers.

 

Fotoforum Neustadt: Rost – Salonfähig

Ausstellung vom 9.6. – 30.9.2018 (verlängert!)

Erstmalig findet im Weinstrassenatelier eine umfangreiche Ausstellung von Fotografien statt.

 

Die vom Weinstraßenatelier gemeinsam mit dem Fotoforum Neustadt – einem Zusammenschluss ambitionierter in Neustadt und Umgebung ansässiger Fotografen – konzipierte Ausstellung widmet sich dem Rost und einem damit einhergehenden Zerfalls- und Korrosionsprozess. Rost ist ein Zeuge der Vergänglichkeit. Hier wird er aber als  „schöner Rost“ salonfähig und museumstauglich.


Der Bogen der Rost-Objekte spannt sich von großen Industrieanlagen bis zu klitzekleinen Alltagsgegenständen. Gezeigt werden zudem stimmige Bilder wie von Künstlerhand gemalt, abstrakte, filigrane  Kunstwerke, die der Rost geschaffen hat. Die Fotografen haben diese Werke entdeckt und in Szene gesetzt. Die Fotografien wirken z.T. surreal, wie Zeugen gelebter und bewältigter Zeit.

 

Es ist eine Ausstellung zum Entdecken und zum Freuen. Der Rost verschafft den Gegenständen „ein zweites Leben“ als Kunstobjekt. Vergänglichkeit ist spürbar, aber positiv und mit nostalgischen Gefühlen besetzt.
 

Copyright by Michael Metzger, 2017

Copyright by Bernd Menck, 2018

 

Wir zeigen im Eingangsraum  „Industrieanlagen“ und das Ursprungsgesicht des Rostes, der gigantische industrielle Großanlagen entwertet und diese nach ihrer Stilllegung   zersetzt. Der moderne Mensch erhebt alte Zechen, Kokereien und Stahlwerke zu Industriedenkmalen und bietet dem Rost ein neues „Kunstleben“.


Im zweiten und dritten Ausstellungsraum (Wohnzimmer und Empore) zeigen wir Dinge, die wie von Künstlerhand geschaffen wirken. Der „Rost als Maler“ schafft abstrakte Kunst in den Stilrichtungen informel und geometrisch. Die „Materialität“ des Rostes, die porösen Strukturen und Farbvariationen bilden abstrakte Kompositionen. Stimmige Bilder wie von Künstlerhand gemalt zeigen wie filigran und facettenreich die von Zufall und Oxidation entstandenen Effekte zur Kunst werden können. Man muss sie nur entdecken, perfekt fotografieren und in Szene setzen.


Im dritten Raum finden Sie „Pop Art“ und Motive der Alltagskultur. Trivales ist hier weniger glamourös als  verbraucht und ausgesondert. Die gezeigten Gegenstände erhalten neue Würde und werden zu Kunst erklärt. Was ist Kunst? Was ist Realität?


Im vierten Raum (Treppenhaus) präsentieren wir mit „Miniaturen“ kleine Alltagsgegenstände. Ausgediente, verlassene Einzelteile, erzählen jedem, der sie hören will, ihre individuellen Geschichten, Reflexionen auf die Vergangenheit.

 

 

Warum dieses Thema?  Rost ist ein authentischer Zeuge der Vergänglichkeit. Er hinterlässt seine Signatur auf  Oberflächen und kann – wie wir sehen -  in uns Betrachtern nostalgische, fast melancholische Gefühle erwecken. Prosaischen Gegenständen des täglichen Gebrauchs verschafft der Rost poetischen Charme. Die hier durch die Fotografen ausgewählten Rost-Objekte bekommen ein zweites Leben. Die Fotografien wirken surreal, wie Zeugen der gelebten und bewältigten Zeit. Wer sich auf diese Wahrnehmung des Rostes einlässt, wird merken, dass vieles was aktuell entsteht, vielleicht schon von Gestern ist. Rost ist aus dem Kulturleben nicht mehr weg zu denken.

 

Artikel im Pfalz-Express

 

Informationen Fotoforum / Fotografen
Tafel Die Fotografen.pdf
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Adresse: Erika-Köth-Strasse 69, Neustadt-Königsbach

Öffnungszeiten: April bis Oktober, samstags und sonntags 14.00 bis 18.00 Uhr

Eintritt: frei.

Kunst-Kaffee-Kuchen an allen Öffnungstagen

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© Ulrike Fellner